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At&t erhöht preise für ältere mobilfunkpläne – kunden drohen abwanderung

Ein Schock für AT&T-Kunden: Der Telekommunikationsriese erhöht ab nächstem Monat die Preise für sogenannte Legacy-Pläne – also Verträge, die vor dem 24. Juli 2025 abgeschlossen wurden. Während der Konzern gleichzeitig neue, unbegrenzte Tarifoptionen vorstellt, schlägt er seine treuesten Kunden mit einer Preiserhöhung.

Die bittere realität: warum at&t die preise anzieht

Die Preiserhöhung betrifft sowohl Einzelverträge als auch Mehrfachverträge. Für eine einzelne Leitung sind es 10 Euro mehr pro Monat, für mehrere Leitungen im Vertrag werden es insgesamt 20 Euro zusätzlich. AT&T versucht, den bitteren Nachgeschmack mit einer zusätzlichen Datenmenge für mobiles Internet zu beschwichtigen, doch viele Kunden zeigen sich wenig beeindruckt. Laut AT&T soll diese Maßnahme „dazu beitragen, weiterhin zuverlässige Netzwerke, hochwertige Produkte und großartige Kundenerlebnisse zu bieten.“ Eine fadenscheinige Ausrede, wie viele Beobachter bemängeln.

Die Wahrheit ist, dass Legacy-Pläne in der Regel deutlich günstiger sind als die aktuellen Angebote der Mobilfunkanbieter und somit weniger profitabel. Die Preiserhöhung ist ein klassischer Versuch, Kunden dazu zu bewegen, auf lukrativere Tarife umzusteigen – eine Strategie, die in der Branche nichts Ungewöhnliches ist.

Der aktienmarkt jubelt, die kunden sind unzufrieden

Der aktienmarkt jubelt, die kunden sind unzufrieden

Während die Aktionäre von AT&T über einen Kursanstieg von 2,57 % oder 57 Cent (Schlusskurs: 28,31 Euro) profitieren, zeigen sich die Kunden zunehmend unzufrieden. Die Fluktuation (Churn Rate) hatte bereits im letzten Quartal 2025 deutlich zugenommen, mit einem Anstieg auf 0,98 % – ein deutliches Zeichen dafür, dass Kunden abwandern. Bereits in den Vorquartalen stieg die Churn Rate kontinuierlich an, was den Druck auf AT&T erhöhte. Tatsächlich haben im vergangenen Jahr zahlreiche Kunden den Anbieter verlassen, um zu Verizon oder T-Mobile zu wechseln.

Was AT&T fehlt: Eine starke Marke

AT&T scheint dringend eine neue Markenidentität zu brauchen. Während T-Mobile mit Aktionen wie „T-Mobile Tuesdays“ und Werbekampagnen mit bekannten Gesichtern für Aufmerksamkeit sorgt und Verizon sich als „Premium“-Anbieter positioniert, kämpft AT&T darum, seine Identität zu definieren. Die lange Zusammenarbeit mit dem iPhone von 2007 bis 2011 brachte zwar kurzzeitig Popularität, doch die Werbekampagne mit Milana Vayntrub als Lily Adams konnte dem Unternehmen keinen nachhaltigen Markenauftritt verleihen.

Die US-amerikanische Mobilfunklandschaft verändert sich rasant. Während T-Mobile sich zu einem digitalen Anbieter wandelt und Verizon angeblich Kunden über Gewinne stellt, muss AT&T entscheiden, welchen Platz es in dieser Entwicklung einnehmen will und dies klar nach außen kommunizieren. Andernfalls droht ein weiterer Abwanderungswelle und ein weiterer Einbruch der Aktienkurse.