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T-mobile & starlink: gemeinsame offensive gegen netzengpässe – ceo gopalan lehnt mvno-kollaboration ab

T-Mobile verstärkt seine Strategie im Bereich Mobilfunk mit einem überraschenden Bündnis: Der amerikanische Telekommunikationsriese arbeitet mit Starlink, der Satelliten-Sparte von SpaceX, zusammen. Das Projekt, intern als ‘T-Satellite’ bezeichnet, zielt darauf ab, die Versorgungslage in Gebieten zu verbessern, in denen der Mobilfunkmast fehlt. Ein entscheidender Faktor: Die Zusammenarbeit soll die Basis für eine mögliche MVNO-Kooperation bilden – eine Strategie, die T-Mobile CEO Srini Gopalan jedoch vehement ablehnt.

Der Deal, der im März auf der Morgan Stanley Technology, Media and Telecom Conference diskutiert wurde, basiert auf der Notwendigkeit, Marktanteile zu gewinnen. Gopalan begründete seine Zurückhaltung damit, dass T-Mobile erst dann an einer MVNO-Partnerschaft interessiert sei, wenn ein messbarer Zuwachs im Marktsegment zu erwarten ist. T-Mobile hat die Möglichkeit bereits zweimal ausgeschlossen.

Doch die Pläne scheinen voranzugehen. Analysten verfolgen die Entwicklung mit großem Interesse, insbesondere im Hinblick auf die neue SuperBroadband-Dienstleistung, ein 5G Fixed Wireless Access (FWA) Angebot für Unternehmen. Dieses nutzt Starlink als Backup-System, falls das T-Mobile-Netzwerk ausfällt – eine bahnbrechende Lösung, um die Verfügbarkeit von Diensten in kritischen Bereichen wie der Gastronomie, im Gesundheitswesen oder in der Öl- und Gasindustrie zu gewährleisten.

T-Mobile hat bereits erste Buchungen für SuperBroadband mit Unternehmen in diesen Sektoren erhalten. Das Unternehmen betont, dass das SuperBroadband-Netzwerk das gesamte Land abdeckt. Dabei scheint Cable nicht im Fokus zu stehen – T-Mobile konzentriert sich auf den Angriff auf etablierte Wettbewerber im Bereich Festnetz und FWA.

Mvno-pläne bleiben fraglich – fokus auf t-satellite und d2c

Mvno-pläne bleiben fraglich – fokus auf t-satellite und d2c

Gopalan betonte, dass die Partnerschaft mit SpaceX – und damit die Möglichkeit einer MVNO – nicht den Kriterien für eine solche Kooperation genügt. Die Integration eines Satelliten-Netzwerks würde demnach nicht die notwendigen Marktanteile generieren. Trotzdem ist das T-Satellite-Projekt, das vor allem in Nationalparks eingesetzt wird, ein wichtiger Schritt für T-Mobile – und der Anbieter sieht sich als Pionier in diesem Bereich. Die bisherige Auslastung des Dienstes ist jedoch enttäuschend, obwohl Gopalan die Initiative lobend hervorhebt.

Ein weiterer, überraschender Aspekt der Strategie: T-Mobile scheut sich nicht, die Entwicklung von Technologien wie der Direkt-to-Cell (D2C)-Lösung, auch bekannt als T-Satellite, zu betonen. Diese Technologie ermöglicht die Verbindung von Smartphones mit 4G/5G in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung. Die Investitionen in diese Richtung zeigen, dass T-Mobile bereit ist, Risiken einzugehen und neue Wege zu beschreiten. Es bleibt abzuwarten, ob die Allianz mit Starlink tatsächlich den entscheidenden Schub für T-Mobile darstellt – oder ob der Fokus weiterhin auf den etablierten Technologien liegen wird.