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Apple-Schock: Umsatzprognosen fallen drastisch ein – Lieferengpässe verschärfen die Lage

Kurz gesagt:Apple hat mit einem massiven Kurssturz von 9,5 Prozent zu kämpfen, der auf enttäuschte Umsatzprognosen zurückzuführen ist. Die Technologiegruppe verliert rund 500 Milliarden Dollar an Marktwert.

Lieferkettenprobleme als Hauptursache für den Kurssturz

Die Aktie fiel an den Börsenbeginn am Freitag bis auf 301,83 Dollar, den höchsten Rückgang seit März 2020. Analysten hatten ursprünglich ein Wachstum von über 12 Prozent für das laufende Quartal prognostiziert, das im September endet. Stattdessen erwartet Apple nun lediglich einen Anstieg von 9 bis 11 Prozent.

Das Problem: Die Apple-Aktie ist unter enormen Druck geraten, da die Firma mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Komponenten konfrontiert ist. Insbesondere der Mangel an Prozessoren und die steigenden Kosten für den Arbeitsspeicher belasten die Produktion der Mac- und iPad-Modelle.

Tim Cook, der CEO von Apple, bestätigte in der Telefonkonferenz, dass die Lieferengpässe sich auf weitere Macs, iPhones und iPads im aktuellen Quartal auswirken werden. Die Situation wird durch die erhöhten Wartezeiten für wichtige Produkte wie den Mac mini und den Mac Studio noch verschärft.

Wirtschaftliche Faktoren verstärken die Probleme

Wirtschaftliche Faktoren verstärken die Probleme

Neben den technischen Herausforderungen spielen auch externe Faktoren eine Rolle. Die schwächelnde Konjunktur und die steigenden Wechselkurse bremsen das Wachstum des Technologiekonzerns. Die Verkäufe in China fielen im Juni hinter den Erwartungen, und auch die Einnahmen aus Dienstleistungen sanken.

Ein Detail: Die Probleme mit dem Arbeitsspeicher-Preis werden von Cook als eine „alle 100 Jahre eintretende Flut“ bezeichnet. Die Nachfrage nach iPhones und Macs übersteigt die verfügbaren Chip-Lieferungen, was zu höheren Preisen und längeren Lieferzeiten führt.

Neuer CEO übernimmt die Führung

Neuer CEO übernimmt die Führung

Der Übergang der Führung an John Ternus, den Leiter der Hardware-Abteilung, erfolgt am 1. September. Cook wird weiterhin die Ergebnisse präsentieren. Ternus steht vor der Aufgabe, Apple in die Ära der Künstlichen Intelligenz zu führen, ein Bereich, in dem das Unternehmen im Vergleich zu Wettbewerbern wie OpenAI noch hinterherhinkt. Ternus’ Fokus liegt dabei auf neuen Produkten wie dem ersten faltbaren iPhone, Smartwatches und anderen tragbaren Geräten.

Fazit: Trotz eines starken iPhone-Verkaufs mit einem Anstieg von 22 Prozent, der 54,3 Milliarden Dollar einbrachte, deutet die Entwicklung auf eine schwierige Phase für Apple hin. Die Einführung neuer Produkte wie der MacBook Neo und der aktualisierten iPad-Modelle soll die Verkaufszahlen in den kommenden Monaten ankurbeln. Der Fokus liegt auch auf dem neuen Leasingprogramm Apple Upgrade, das Kunden eine flexible Alternative zu einem Kauf bietet.