Arbeitslosengeld und nebenjob: neues gesetz ermöglicht kombination ab 2026

Die spanische Regierung lockert die Regeln für Arbeitslose deutlich. Ab 2026 können Langzeitarbeitsuchende unter bestimmten Voraussetzungen gleichzeitig Arbeitslosengeld und eine Beschäftigung aufnehmen – dank des sogenannten Kompensationszuschlags für Beschäftigung (CAE). Diese Änderung soll den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und verhindert, dass Menschen ohne finanzielle Unterstützung zurückgelassen werden.

Zuschlag für arbeitnehmer: wie viel geld bleibt am ende?

Die Einführung des CAE ist Teil einer umfassenden Reform der Arbeitslosenunterstützung. Bisher mussten Arbeitslose, die einen Job annahmen, in der Regel ihre Leistungen vollständig kürzen lassen. Nun wird dies anders. Der CAE gleicht die Einkommensverluste aus und ermöglicht einen schrittweisen Übergang in die Erwerbstätigkeit.

Die Höhe des CAE variiert je nach Beschäftigungsgrad und Dauer der Leistung. Wer beispielsweise Vollzeit arbeitet, erhält im ersten Monat einen Zuschlag von 480 Euro. Bei Teilzeitbeschäftigung sinkt dieser Betrag entsprechend. Der Zuschlag ist auf maximal 60 oder 90 Tage begrenzt, abhängig von der Dauer der vorherigen Arbeitslosengeldbezug.

Wichtig ist: Der CAE reduziert die Höhe des Arbeitslosengeldes. Jeder Tag, für den ein Zuschlag gezahlt wird, entspricht einem Tag weniger Leistung.

Die Voraussetzungen für den Bezug des CAE sind streng. Arbeitslose müssen mindestens 14 Monate lang Leistungen erhalten haben und mindestens 9 Monate zuvor Arbeitslosengeld bezogen haben. Darüber hinaus muss der neue Arbeitsvertrag entweder Vollzeit oder Teilzeit sein.

Der Staat möchte so ein Signal senden: Arbeitslosigkeit ist kein Stigma, sondern eine vorübergehende Situation. Der CAE ist ein wichtiger Baustein, um diesen Übergang zu erleichtern – und ein Anreiz, sich aktiv wieder in den Arbeitsmarkt einzubringen. Die Umsetzung beginnt offiziell im April 2025.