Asiatische märkte stürzen ab: krieg in iran löst panik aus

Asiatische Aktienkurse erlitten den größten Einbruch seit fast einem Jahr. Der Absturz, angeführt von dem stärksten Rückgang Südkoreas seit der globalen Finanzkrise von 2008, wird durch wachsende Ängste vor einem Krieg mit Iran ausgelöst. Der MSCI Asia Pacific Index verzeichnete einen Minus von 4,5 %, während südkoreanische Aktien um schwindelerregende 12 % fielen, getrieben von zunehmender Verunsicherung an den Handelsplätzen.

Kriegsängste und wirtschaftliche turbulenzen belasten anleger

Kriegsängste und wirtschaftliche turbulenzen belasten anleger

Der Kospi, ein wichtiger Indikator für Investitionen in künstliche Intelligenz, verlor ebenfalls stark. Japanische Aktien brachen um 3,7 %, Hong Kong verzeichnete einen Rückgang von 2,6 % und Indien verlor 2 %. Auch in Dubai fielen die Kurse um 4,7 %, nachdem die Handelsaktivitäten wieder aufgenommen wurden.

Im Gegensatz zu den massiven Verlusten in Asien zeigten sich in den USA und Europa nur moderate Einbußen. Die Zusicherung von US-Präsident Donald Trump, den Schiffsverkehr durch den Schah-Straße zu schützen, beruhigte die Gemüter etwas. Der Ölpreis Brent stieg um 2,1 %, während Gold um 1,4 % zulegte. Der Anstieg des Ölpreises, begünstigt durch die geopolitische Instabilität im Nahen Osten, könnte eine neue Inflationswelle auslösen.

Die US-Regierung versucht, die Situation zu stabilisieren, doch die Dauer und die Folgen des Konflikts bleiben ungewiss. Im Unterschied zu früheren Krisen unter Trump, bei denen die Märkte auf eine mögliche Kehrtwende des Präsidenten setzten – die sogenannte „TACO“-Strategie (Trump Always Cowards Out) – fehlt es diesmal an Klarheit über die zukünftige Entwicklung.
Die asiatischen Aktien haben seit Jahresbeginn bereits einen Anstieg von rund 5 % verzeichnet, zusätzlich zu einem beeindruckenden Plus von 25 % im Vorjahr. Nach einem Abschwung im April, ausgelöst durch die von Trump angekündigten Zölle, hatten die Anleger auf die Erfolge von Unternehmen gesetzt, die Milliarden in künstliche Intelligenz investieren.

„Viele Märkte haben in diesem Jahr eine sehr positive Entwicklung hingelegt“, kommentierte George Efstathopoulos von Fidelity International. „Wir sehen daher eine gewisse Entspannung bei der Positionierung. Aber es bleibt abzuwarten, wie lange diese Phase anhalten wird.“ Die Beruhigung durch Trumps Zusicherungen und die Hoffnung auf eine rasche Deeskalation scheinen jedoch nur kurzfristige Effekte zu sein. Der Krieg in Iran ist mehr als nur ein regionaler Konflikt; er ist ein Katalysator für eine globale Unsicherheit, der die wirtschaftlichen Aussichten für das kommende Jahr erheblich beeinträchtigen könnte.

Die Frage ist nicht, ob die Märkte eine Erschütterung vertragen, sondern wie lange sie brauchen, um sich von dieser Panik zu erholen. Eine lange Erholung ist unwahrscheinlich.