Bytedance stoppt ki-video-tool seedance 2.0: hollywood schockiert
Ein Aufschrei in Hollywood: bytedance, der Mutterkonzern von TikTok, hat die weltweite Einführung seines ambitionierten KI-Video-Tools Seedance 2.0 abrupt gestoppt. Der Grund: Massive Kritik und rechtliche Schritte von Hollywood-Studios, die in der Fähigkeit der Software, täuschend echte Videos zu generieren, eine Bedrohung für ihre Urheberrechte sehen.

Die technologie, die hollywood in rage brachte
Seedance 2.0, bereits in China verfügbar, verspricht eine neue Ära der Videoproduktion. Das Tool ermöglicht es Nutzern, mithilfe von Text, Bildern, Audio und Video-Clips hochprofessionelle Clips zu erstellen – und das in einer Qualität, die mit aufwändig produzierten Kinofilmen konkurrieren kann. Besonders brisant: Die Software ist in der Lage, Gesichter und Szenen so realistisch zu imitieren, dass sie von echten Aufnahmen kaum zu unterscheiden sind. Ein virales Video, das den Schauspieler Tom Cruise und Brad Pitt in einer Kampfsequenz zeigte, löste die Welle der Empörung aus.
Die Motion Picture Association (MPA), ein mächtiger Branchenverband, aus dem Netflix, Paramount Pictures und Prime Video hervorgehen, forderte umgehend die Einstellung des Dienstes. Disney ging sogar noch einen Schritt weiter und sandte ein formelles «Cease and Desist»-Schreiben an bytedance. Darin wird argumentiert, dass das Unternehmen urheberrechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis oder Entschädigung zur Entwicklung und zum Training des KI-Modells verwendet habe. Auch die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA bezeichnete die Nutzung der Technologie als «eindeutige Urheberrechtsverletzung».
Die chinesische Antwort und die Kehrtwende Bereits bei der ersten Einführung in China hatte die MPA Bedenken geäußert und argumentiert, dass bytedance durch das Angebot eines Dienstes ohne ausreichende Schutzmaßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen gegen geltendes Recht verstöße. ByteDance hatte damals angekündigt, Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und zur Vermeidung von Urheberrechtsverletzungen zu ergreifen. Die aktuelle Entscheidung, die globale Einführung zu stoppen, deutet jedoch darauf hin, dass diese Bemühungen offenbar nicht ausgereicht haben.
Die genauen Gründe für die Kehrtwende sind offiziell noch nicht bekannt. Insiderangaben zufolge soll der Druck durch die Hollywood-Studios jedoch massiv gewesen sein. Es bleibt abzuwarten, ob ByteDance in Zukunft einen Weg finden wird, Seedance 2.0 anzubieten, ohne die Interessen der Filmindustrie zu verletzen. Der Vorfall verdeutlicht jedoch eindrücklich die ethischen und rechtlichen Herausforderungen, die mit der rasanten Entwicklung von KI-Technologien einhergehen. Der Traum von einer globalen Plattform für KI-generierte Videos liegt vorerst im eisernen Griff der Urheberrechtsgesetze.