Fsb warnt: ki-blase gefährdet finanzsystem
Die Finanzaufsichtsbehörde Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die wachsende Abhängigkeit des globalen Finanzsystems von künstlicher Intelligenz (KI) vor Augen und warnt eindringlich: Das System ist bisher ungeprüft in einer langen Rezession.
Ki-blase platzt? fsb sieht massive risiken
Das Ergebnis des Instituts zeigt eine erschreckende Entwicklung: Zwischen 1,5 und 2 Billionen Dollar werden aktuell mit KI finanziert – ein Großteil davon durch risikoreiche private Kredite. Die BaFin konzentriert sich auf diese Kredite, die in illiquide Vermögenswerte investiert werden und bereits ein Drittel aller Finanztransaktionen verschlingen, bis zu 800 Milliarden Dollar.
Der Aufstieg der KI-Technologie ist innerhalb weniger Jahre exponentiell verlaufen. Von gestern auf morgen hat sich der Anteil von KI-bezogenen Krediten im Kreditvolumen verdoppelt, so die Analyse. Die Investitionsbereitschaft ist immens: Bis 2028 sollen rund 2,9 Billionen Dollar in KI-Infrastruktur fließen, von denen 1,5 Billionen durch externe Kapitalquellen – einschließlich der genannten 800 Milliarden Dollar an privaten Krediten – bedient werden.

Megakonzerne profitieren von der ki-blase
Die BaFin sieht vor allem die großen Technologieunternehmen – Amazon, Microsoft, Meta und Google – im Fokus. Diese Firmen haben bereits Kredite in Höhe von 725 Milliarden Dollar für die Ausbau ihrer KI-Infrastruktur zugesichert. Das Geschäftsmodell der Unternehmen ermöglicht es ihnen, Kapazitäten auszubauen, ohne direkt Schulden zu machen, was die Rentabilität erhöht und gleichzeitig die Balance nicht belastet. Ein systemisches Risiko entsteht dadurch, dass die großen Tech-Konzerne auf illiquide, schwer bewertbare Vermögenswerte setzen.
Doch die Warnung der BaFin ist ernst: Die Finanzmärkte sind derzeit auf finanzielle Engpässe, energetische Probleme und eine mögliche Konjunkturabschwächung angewiesen. Sollte die Euphorie um die KI-Technologie nachlassen, drohen massive Kreditkredite – und damit eine gefährliche Abwärtsspirale. Die BaFin identifiziert drei zentrale Risikofaktoren: Energieknappheit, Überkapazitäten bei den Rechenzentren und eine allgemeine Wirtschaftskrise. Der Markt, insbesondere der Softwaresektor, zeigt bereits Anzeichen einer bevorstehenden Korrektur.

D'aversas düstere prognose
Die BaFin sieht die Konzentration der Investitionen in wenigen Schlüsselbereichen – insbesondere im Technologiebereich – als besonders kritisch an. Ein möglicher „KI-Crash“ könnte erhebliche Verluste für private Gläubiger bedeuten. Der britische Finanzmarktbeobachter D'Aversa hat bereits im Oktober 2025 die möglichen Auswirkungen einer KI-Bewertungsabwärtsbewegung auf die Finanzstabilität untersucht. Die BaFin mahnt: Das globale Finanzsystem ist derzeit auf eine wachsende Dependenz von der KI-Technologie angewiesen – ohne bisherige Tests in einer längeren Rezession.