Google find hub erweitert: gepäckverlusten entgegenwirken – mit fluglinien-zusammenarbeit
Google erweitert seinen Find
Hub, den Dienst zur Ortung von Gegenständen, um eine neue Funktion für Gepäckstücke zu ermöglichen. Ab sofort können Nutzer die Position ihrer Koffer mit Fluggesellschaften teilen, falls diese verloren gehen. Das könnte eine willkommene Entlastung für Reisende bedeuten.
Find hub: gepäckverfolgung wird realität
Der Find Hub, bisher bekannt für die Verfolgung von Smartphones, Smartwatches und Bluetooth-Kopfhörern, erweitert sein Angebot nun um die Möglichkeit, einen Tracker in Gepäckstücke zu integrieren. Bereits im Mai des Vorjahres hatte Google angekündigt, eine Zusammenarbeit mit Fluglinien in diesem Bereich zu prüfen. Die neue Funktion ermöglicht es Nutzern, einen sicheren Link zur aktuellen Position ihres Koffers zu erstellen und diesen mit der jeweiligen Fluggesellschaft zu teilen – direkt über die Google-App oder Webseite. So können die Airlines die Position des Gepäcks während der Bearbeitung eines Verlusts verfolgen.
Die Initiative baut auf einer Partnerschaft mit zehn großen Fluggesellschaften auf: Ajet, Air India, China Airlines, dem Lufthansa-Konzern (darunter Lufthansa, Austrian Airlines und Brussels Airlines), Saudia Airlines, Scandinavian Airlines und Turkish Airlines. Diese Fluglinien akzeptieren ab sofort die Find Hub-Ortung als Teil ihres Gepäckrückholprozesses.
Für eine effektive Rückverfolgung arbeitet Google mit SITA und Reunitus zusammen. Diese Unternehmen integrieren die Find Hub-Technologie in die bestehenden Gepäckrückholsysteme WorldTracer und NetTracer. Das Ziel ist eine verbesserte Vernetzung und Effizienz der Gepäckrückholung – unabhängig davon, ob ein Passagier mit einer großen oder regionalen Fluggesellschaft fliegt.
Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung ist die Integration der Find Hub-Technologie in ausgewählte Samsonite-Koffer. Diese können ab sofort direkt in das Google-Ortungsnetzwerk integriert werden, ohne dass ein zusätzlicher Tracker erforderlich ist.
Die Zusammenarbeit deutet auf einen Trend hin: Technologie wird zunehmend genutzt, um die Reiseerfahrung zu optimieren und potenzielle Probleme wie Gepäckverluste zu minimieren. Denn die Kosten für verlorenes Gepäck belaufen sich jährlich auf mehrere Milliarden Euro.
Doch die Technologie allein löst das Problem nicht. Eine klare Kennzeichnung des Gepäcks und eine proaktive Kommunikation zwischen Passagieren und Fluggesellschaften bleiben entscheidend.
Die Zusammenarbeit mit den Fluglinien ist ein wichtiger Schritt, aber die Frage bleibt: Wie viele Gepäckstücke werden tatsächlich mit Find Hub gesichert?