Heißhunger nach süßem? essen verlangsamen hilft

Der Heißhunger auf Süßes direkt nach dem Essen – ein weitverbreitetes Problem. Doch was, wenn die Lösung nicht in der Art des Essens liegt, sondern in der Art und Weise, wie wir es zu uns nehmen?

So beeinflusst das essverhalten den zuckerdrang

So beeinflusst das essverhalten den zuckerdrang

Nutritionist Pablo Ojeda erklärt in einem Video auf Instagram, dass ein schnelles Essen und wenig Kauen die Ursache für den plötzlichen Süßhunger sein können. Denn wenn Nahrung zu schnell verdaut wird, steigt der Blutzuckerspiegel rapide an. Der Körper reagiert mit einer übermäßigen Insulinproduktion, gefolgt von einem schnellen Abfall – ein Signal für den Gehirn, nach schneller Energie in Form von Zucker zu suchen.

Das Problem: Oftmals erreicht das Sättigungsgefühl den Gehirn zu spät. Und gerade diese Kombination aus Blutzuckerabfall und verzögertem Sättigungsgefühl löst den Drang nach Süßem aus.

Ojeda plädiert für ein bewussteres Essen – drei einfache Regeln, die den Heißhunger reduzieren können: Kauen, langsam essen und auf die Signale des Körpers achten.

Mehr Kauen fördert die Verdauung bereits im Mund. Es wird mehr Speichel produziert und der Vagusnerv wird aktiviert. Das Gehirn erhält früher das Signal, dass Nahrung aufgenommen wird. Dadurch setzt Sättigung schneller ein und der Blutzuckerspiegel steigt langsamer an. Die Insulinreaktion wird moderater, der Abfall weniger stark.

Die Methode wirkt sich auch positiv auf den Energiehaushalt aus. Weniger Blutzuckerspitzen bedeuten weniger Nachmittags-Energietiefs. Und die restriktive Diät kann aufgegeben werden.

Ian McGilchrist, Neurowissenschaftler, betont: „Wir brauchen beides gleichzeitig: Nahrung suchen und nicht gefressen werden.“

Es ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Ansatz. Anstatt sich ständig von Süßigkeiten zu überwältigen, lernt man, den eigenen Körper besser zu verstehen – und den Heißhunger selbst zu kontrollieren.