Meta-skandal: privatsphäre in kenia missbraucht – nutzerdaten gefährdet
Cambridge Analytica war gestern. Jetzt sind es die Ray-Ban Meta-Brillen – und eine schockierende Entdeckung in Kenia. Eine gemeinsame Recherche von Svenska Dagbladet und Göteborgs-Posten deckt auf, dass Auftragnehmer von Meta in Nairobi private Fotos von Nutzern einsehen.
Geheime datenanalyse: privatsphäre-verstoß bei ray-ban meta
Tausende intime Bilder – Badezimmer, Nacktheit, Sex – werden von sogenannten "KI-Annotatoren" in Kenia überprüft, um künstliche Intelligenz zu trainieren. Die Daten stammen aus den Kameras der Ray-Ban Meta-Brillen, die seit 2021 über 7 Millionen Mal verkauft wurden und bis 2030 voraussichtlich 12 Millionen Mal verkauft werden sollen. Die Nutzer hatten in vielen Fällen ihre Zustimmung zur Datennutzung gegeben, ahnten aber nicht, dass ihre Privatsphäre auf diese Weise missbraucht wird.
Die Arbeit der Annotatoren ist schlecht bezahlt und anspruchsvoll. Laut einem Mitarbeiter des Unternehmens funktioniert das System nicht immer wie vorgesehen. Es geht um mehr als nur Bilder: auch Rechnungen, Hausnummern und Straßen werden analysiert, was potenziell zur Identifizierung von Personen führen könnte, die in den Bildern zu sehen sind.
Meta selbst räumt ein, dass Daten zur Verbesserung der Nutzererfahrung an Auftragnehmer weitergegeben werden. Laut einer Sprecherin von Meta bleiben die Daten jedoch grundsätzlich auf dem Gerät des Nutzers, sofern dieser sie nicht teilt. Die Recherche legt jedoch nahe, dass diese Auskunft nicht der Realität entspricht. Die potenziellen Folgen sind gravierend: Personen könnten durch die Analyse dieser Daten identifiziert und möglicherweise ausgenutzt werden.
Die Skandale um Meta und seine Tochtergesellschaften häufen sich. Das jüngste Beispiel verdeutlicht, wie leichtfertig mit der Privatsphäre der Nutzer umgegangen wird, und wirft eine bittere Frage auf: Wie viel Privatsphäre sind wir bereit, für vermeintliche Komfortleistungen zu opfern?