Nvidia setzt auf ki-agenten und token-bezahlung – huang verspricht milliardenumsätze
San José – Jensen Huang, CEO von Nvidia, hat auf der GTC 2026 eine radikale Neuausrichtung der künstlichen Intelligenz angekündigt: Unternehmen sollen sich auf autonome Agenten konzentrieren. Sein Vorschlag, eine Open-Source-Plattform namens OpenClaw zu entwickeln, könnte die Art und Weise, wie wir mit KI interagieren, grundlegend verändern.
Openclaw: der neue computer für ki-agenten
Huang bezeichnete OpenClaw, das früher als Clawdbot und Moltbot bekannt war, als „den neuen Computer“ für persönliche KI-Agenten. Er prognostizierte, dass die Open-Source-Initiative für KI-Assistenten ähnlich revolutionär sein könnte wie Windows für den PC. Die Plattform, die in Silicon Valley an Popularität gewonnen hat – trotz des Abgangs des Gründers Peter Steinberger zu OpenAI – verspricht eine neue Ära der KI-gestützten Automatisierung.
Nvidia präsentiert zusätzlich NemoClaw, eine Sicherheitsversion mit integrierten Datenschutzmechanismen. Die Idee: Unternehmen sollen mit dieser Technologie sicher eigene KI-Agenten entwickeln können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der neuen Inferenztechnologie, die auf der Expertise von Groq basiert. Huang erwartet allein bis 2027 einen Umsatz von 1 Billion Dollar mit seinen KI-Chips Blackwell und Rubin.

Ki-ingenieure sollen mit tokens bezahlt werden
Doch nicht nur die Hardware steht im Fokus. Huang kündigte eine neue Vergütungsstrategie für KI-Ingenieure an: Die Einführung von Tokens als Teil der Bezahlung. Tokens sind Einheiten, die den Rechenaufwand von KI-Anwendungen messen. Ingenieure könnten bis zu die Hälfte ihres Jahresgehalts in Tokens erhalten, zusätzlich zum Grundgehalt. Laut Huang könnte dies die Produktivität um das Zehnfache steigern.
Experten sehen in den Tokens bereits einen „vierten Bestandteil“ der Vergütung, angesichts der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung im KI-Bereich. Die Möglichkeit, Ingenieure mit Tokens anzuziehen, könnte sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil in Silicon Valley entwickeln. Die neue Strategie könnte die Diskussion um die zukünftige Gestaltung von Arbeitsverhältnissen im digitalen Zeitalter neu entfachen. Und so könnte die Landschaft der Arbeitswelt sich in den kommenden Jahren grundlegend wandeln.