Playstation-preise explodieren: ki-gesteuerte preisdiskriminierung sorgt für wut

Die Einführung dynamischer Preise bei PlayStation Store sorgt für Empörung unter Gamern. Seit vier Monaten testet Sony eine umstrittene Methode, bei der die Kosten für Spiele je nach Nutzerprofil und vermeintlichem Kaufverhalten variieren. Das Ergebnis: Nutzer zahlen für denselben Titel deutlich unterschiedliche Preise.

Playstation setzt auf ki: preise für spiele schwanken je nach nutzer

Playstation setzt auf ki: preise für spiele schwanken je nach nutzer

Was als Komfortmaßnahme gedacht war, löst eine Welle der Kritik aus. Es ist für viele Spieler schwer nachvollziehbar, warum ein Spiel wie Spider-Man 2 für den einen 80 Euro kostet, während ein anderer es für 65 Euro ergattern kann. Diese Preisgestaltung widerspricht der bisherigen Praxis, die auf Preisgleichheit innerhalb eines Landes basiert.

Die Umstellung auf dynamische Preise läuft seit etwa vier Monaten. Laut Preisvergleichsportale wie PSPrices wurden 190 Spiele in über 80 Ländern betroffen, darunter Top-Titel von Sony wie God of War und Helldivers 2 sowie Spiele von Drittanbietern wie Rockstar und Ubisoft. Die Preisnachlässe liegen meist zwischen 10 und 15 Prozent, in den USA wurden sogar Rabatte von bis zu 27,8 Prozent verzeichnet. In Europa waren es bis zu 17,6 Prozent.

Wie genau Sony die Algorithmen einsetzt, um die Preise zu bestimmen, bleibt ein Rätsel. Es wird vermutet, dass das System das bisherige Kaufverhalten der Nutzer analysiert – welche Spiele sie sich angesehen, wie viel sie pro Monat ausgeben und wie viel sie durchschnittlich für ein Spiel bezahlen. Auf dieser Basis wird ein individueller, günstigerer Preis angeboten, um Kunden anzulocken.

Die Folge ist eine massive Empörung. Viele Gamer fühlen sich diskriminiert und es entsteht der Eindruck, dass es eine