Pokémon-spieler treiben roboter-lieferung voran: niantic nutzt daten für autonomes fahren
Die Technologie von Niantic Spatial verleiht den Lieferrobotern von Coco Robotics ein neues Gehör – dank der Pokémon Go-Spieler. Ein bahnbrechender Schritt hin zu autonomem Fahren in urbanen Räumen.

Niantic spatial nutzt pokémon go-daten für präzise roboternavigation
Die Kombination aus visuellem Positionsystem (VPS) und räumlicher künstlicher Intelligenz von Niantic ermöglicht es den Robotern, Herausforderungen urbaner Umgebungen zu meistern. Hohe Gebäude und stark frequentierte Bereiche, die herkömmliche GPS-Signale stören, stellen für die Roboter eine besondere Hürde dar. Die neue Technologie liefert nun präzise Positionsdaten für optimale Lieferrouten.
„Die Realität ist, dass die realistische Bewegung von Pikachu und die sichere, präzise Bewegung eines Coco-Roboters im Grunde das gleiche Problem sind“, so John Hanke, CEO von Niantic Spatial, gegenüber dem Technology Review. Diese bemerkenswerte Aussage verdeutlicht die Komplexität der Entwicklung autonomer Systeme.
Die Basis für diese Innovation bildet ein riesiger Datensatz. Niantic nutzte 30 Milliarden Bilder urbaner Umgebungen, die in den Spielen als Orte von Interesse (POIs) wie Pokémon-Gimnasien gespeichert sind. Diese Bilder wurden unter verschiedenen Bedingungen und zu unterschiedlichen Tageszeiten aufgenommen, wobei detaillierte Metadaten wie Standort, Kamerarichtung und Bewegungsgeschwindigkeit erfasst wurden. Die Roboter von Coco werden durch ihre eigenen Aufnahmen zusätzlich zur Weiterentwicklung dieser lebendigen, hochrealistischen Welt beitragen.
Das Abkommen zwischen Niantic und Coco Robotics ist die erste Anwendung dieser Technologie. Die Daten liefern nicht nur präzise Positionen, sondern ermöglichen auch die Entwicklung einer dynamischen Karte, die sich kontinuierlich an Veränderungen in der Umgebung anpasst. Das Potenzial für autonome Lieferdienste in Städten ist damit deutlich gewachsen.
Die Technologie verspricht nicht nur höhere Zuverlässigkeit, sondern auch flexible Dateneingabe aus einer Vielzahl von 2D- und 3D-Quellen – und das weltweit, ohne vorherige Kartierung. Damit eröffnet Niantic Spatial neue Möglichkeiten für die Entwicklung intelligenter, autonomer Systeme.