Revolut will us-banklizenz beantragen: großer schritt für globales wachstum

Die britische Fintech Revolut strebt den Eintritt in den US-Markt auf breiterer Basis an. Das Unternehmen hat offiziell bei der US-amerikanischen Federal Reserve und der FDIC einen Antrag auf eine staatliche Banklizenz gestellt. Damit will Revolut sein Geschäftsmodell deutlich erweitern und neue Kundengruppen erschließen.

Revolut setzt auf us-expansion mit banklizenz

Revolut setzt auf us-expansion mit banklizenz

Die Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt in der Expansionsstrategie des schnell wachsenden Zahlungsdienstleisters. Mit über 70 Millionen Kunden weltweit will Revolut in den USA eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben. Die staatliche Lizenz eröffnet dem Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, darunter die Entwicklung neuer Finanzprodukte, die direkte Anbindung an zentrale Zahlungssysteme wie Fedwire und ACH sowie die Gewährung von Krediten und Einlagen.

Der neue CEO für die USA ist Cetin Duransoy. Er folgt auf Sid Jajodia, der weiterhin als globaler Leiter für Banking bei Revolut tätig sein wird. Duransoy verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Technologie, Finanzen und Zahlungsverkehr – zuletzt war er CEO von Raisin.

„Die USA sind ein Schlüsselmarkt für unsere Wachstumsstrategie“, kommentierte Revolut-Gründer Nikolay Storonsky die Entscheidung. „Eine staatliche Lizenz ermöglicht es uns, schneller zu innovieren und Millionen von US-Nutzern das Revolut-Erlebnis zu bieten.“ Das Unternehmen plant, bis 2030 in 30 weitere Märkte zu expandieren und bis Mitte 2027 die 100-Millionen-Kunden-Marke zu erreichen. Die kürzliche Expansion nach Mexiko, die Erlangung von Zahlungsdienstleisterlizenzen in Indien und die Vorabgenehmigung für die Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstreichen diese Ambitionen.

Die staatliche Banklizenz bedeutet für Revolut mehr als nur eine Erweiterung des geografischen Wirkungsbereichs. Sie ermöglicht eine direkte Kontrolle über die Geschäftstätigkeit und die Möglichkeit, neue Dienstleistungen anzubieten, die bisher durch Partnerschaften oder Drittanbieter begrenzt waren. Die Expertise von Duransoy, der zuvor bei Capital One und Visa wichtige Positionen innehatte, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Die Konkurrenz im US-Markt ist jedoch hoch. Etablierte Banken und etablierte Fintechs wie Chime und SoFi sind bereits stark vertreten. Revolut muss sich also nicht nur den regulatorischen Anforderungen gerecht werden, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil schaffen, um sich erfolgreich zu positionieren. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Revolut seine globale Ambition auch in den USA erfolgreich umsetzen kann.