Richard Stallman warnt vor dem Begriff 'Künstliche Intelligenz'
Richard Stallman, einer der einflussreichsten Informatiker der letzten Jahrzehnte, kritisiert die Verwendung des Begriffs 'Künstliche Intelligenz' (KI) für aktuelle Technologien. Er argumentiert, dass dieser Begriff eine falsche Vorstellung von den Fähigkeiten dieser Systeme erzeugt.
KI ist keine wahre Intelligenz
Stallman erklärt, dass viele heute als KI bezeichnete Werkzeuge keine menschliche Intelligenz besitzen. Sie verarbeiten riesige Datenmengen, identifizieren statistische Muster und berechnen die wahrscheinlichste Antwort. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie denken, den Kontext verstehen oder sich ihrer Ergebnisse bewusst sind.

Algorithmen statt Verständnis
Er betont, dass diese Systeme Algorithmen ausführen, die von Menschen entworfen und mit großen Datenmengen trainiert wurden. Die Bezeichnung 'Künstliche Intelligenz' führt dazu, dass sie menschliche Fähigkeiten implizieren, was nicht der Realität entspricht. Stallman plädiert für eine präzisere Sprache, um die Funktionsweise dieser Systeme besser zu verstehen und unrealistische Erwartungen zu vermeiden.

Die Philosophie des Software Freedom
Stallman, Gründer des Software-Freiheits-Bewegung und des Projekts GNU, betont die Notwendigkeit, Technologie zu verstehen, bevor man sie akzeptiert. Er fordert, die Funktionsweise der Software zu kennen, die wir nutzen, und vermeidet Begriffe, die zu Verwirrung führen könnten. Seine Meinung hat aufgrund seines Engagements für Software-Freiheit und GNU/Linux erheblichen Einfluss.

Über Richard Stallman
Richard Stallman gründete 1983 das Projekt GNU mit dem Ziel, ein vollständig freies Betriebssystem zu entwickeln. Er schuf auch die Free Software Foundation und setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, dass Benutzer Software ausführen, studieren, modifizieren und teilen können. Linux und GNU/Linux sind eng miteinander verbunden und stellen die Grundlage für viele moderne Computer.