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Schock für capital tankers: aktiengang in oslo scheitert!

Oslo – Der Start war alles andere als ein Volltreffer: Capital Tankers, ein neues Schwergewicht im Tankergeschäft, erlebte am Debüt in Oslo einen herben Einbruch. Die Aktie des Unternehmens, das von dem griechischen Oligarchen Evangelos Marinakis kontrolliert wird, verlor nachbörslichen Beobachtungen bis zu 12 Prozent an Wert. Ein deutliches Signal in einer ohnehin angespannten Markelage.

Die ursache des kursverfalls: geopolitische risiken

Die Kursdelle ist direkt auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden Unterbrechungen im Ölhandel zurückzuführen. Insbesondere die Schließung des Suezkanals nach den Angriffen auf den Iran hat die globalen Ölpreise in die Höhe getrieben und die Transportkosten dramatisch gesteigert. Für Capital Tankers, das sich auf den weltweiten Transport von Öl spezialisiert hat, bedeutet dies eine unmittelbare Belastung.

Das Unternehmen hatte zuvor 31,05 Millionen Aktien zu je 134 norwegischen Kronen an die Börse gebracht, um Kapital für den Bau neuer Schiffe zu beschaffen. Ein Übernahmeangebot von 4,65 Millionen zusätzlichen Aktien blieb ungenutzt. Die ehrgeizigen Pläne von Capital Tankers sehen vor, bis 2028 insgesamt 21 neue Schiffe in die Flotte zu integrieren, was die Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung und den geopolitischen Verhältnissen unterstreicht.

Marinakis

Marinakis' imperium unter druck?

Evangelos Marinakis, der Mann hinter Capital Tankers, ist ein bekannter Name in der griechischen Geschäftswelt. Er kontrolliert neben dem Reedereiunternehmen Capital Maritime & Trading Corp. (CMTC) auch Medienhäuser und den Fußballverein Olympiacos Piräus. Sein Engagement im Fußball erstreckt sich zudem auf den britischen Verein Nottingham Forest. Die aktuelle Entwicklung könnte jedoch Druck auf seine diversifizierten Geschäftsinteressen ausüben.

Experten weisen darauf hin, dass die Osloer Börse traditionell eine Anlaufstelle für Reedereien ist und über ein breites Know-how in der Schifffahrtsbranche verfügt. Capital Tankers erwägt daher eine gleichzeitige Notierung an der US-Börse und einen Umzug in den Hauptsegment der Osloer Börse. Die Frage ist, ob diese Schritte die aktuellen Probleme lösen können.

Die Zahl spricht für sich: Der Rückgang der Capital Tankers-Aktie um bis zu 12 Prozent am ersten Handelstag zeigt deutlich die Volatilität des Ölmarktes und die Anfälligkeit von Reedereien gegenüber geopolitischen Risiken. Die Investoren scheinen derzeit vorsichtig zu sein und warten auf eine Stabilisierung der Lage im Nahen Osten. Es bleibt abzuwarten, ob Capital Tankers seine ehrgeizigen Expansionspläne trotz der aktuellen Herausforderungen umsetzen kann.