Spacex-aktie bricht kurs – elon musks raumfahrt-gigant unter druck
Die aktie von SpaceX hat einen bemerkenswerten Einbruch erlebt und erstmals den Ausgabepreis unterschritten. Die Entwicklung wirft Fragen nach der Nachhaltigkeit des Erfolgs des Unternehmens auf.
Rücksetzer für den elon musk traum
Nach einem beeindruckenden Start in den Handel, der rund 19 Prozent Gewinn brachte, ist die Kursentwicklung von SpaceX in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Am Donnerstag fiel der Aktienkurs auf rund 133 Dollar, nachdem er bereits am Mittwoch unter den ursprünglichen Ausgabeausgabepreis von 135 Dollar gesunken war. Dieser Rückgang unterstreicht die zunehmende Skepsis gegenüber dem hohen Wachstum des Unternehmens.
SpaceX hatte im Juni eine Kapitalbeschaffung in Höhe von 75 Milliarden Dollar durch den Verkauf von 555.555.555 Aktien auf der New Yorker Börse realisiert. Ein erster Tag brachte bereits rund 161 Dollar pro aktie, was einem weiteren Plus von über 19 Prozent entsprach. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens erreichte kurzzeitig die 2,66 Billionen Dollar, womit SpaceX zeitweise den fünften Platz unter den wertvollsten Unternehmen der Welt einnahm – nur Microsoft, Apple, Alphabet und Nvidia waren noch vor dem Raumfahrtkonzern.
Doch die Euphorie ist verflogen. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: SpaceX verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 4,94 Milliarden Dollar, trotz eines Umsatzes von 18,67 Milliarden Dollar. Während der Betrieb im Rahmen der NASA-Missionen zur Internationalen Raumstation und bei kommerziellen Satellitenstarts stabil ist, bleibt die Raumfahrtsparte des Unternehmens profitabel. Der Großteil des Gewinns wird durch den Starlink-Dienst generiert – eine Entwicklung, die die Abhängigkeit von diesem Projekt deutlich macht.

Starlink als rettungsanker?
Die Situation ist angesichts der hohen Verschuldung und des anhaltenden Verlusts besorgniserregend. Es bleibt abzuwarten, ob Starlink in der Lage sein wird, die notwendige Profitabilität zu sichern und SpaceX aus der Krise zu führen. Die Investoren beobachten die Entwicklung mit Argusaugen – und die Aktie scheint weiterhin nervös zu reagieren.