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Spanischer tarnanzug trickst ki-drohnen – einsatz in der ukraine?

Ein spanisches Startup namens Kallisto AI könnte bald in den Konflikt in der Ukraine eingreifen – nicht mit Waffen, sondern mit Täuschung. Ihr innovatives Tarnsystem, das sogenannte Kallisto Shield, verspricht, Fahrzeuge und Infrastruktur unsichtbar zu machen, selbst für die hochentwickelte Überwachungstechnik des Feindes. Nach umfangreichen Simulationen steht nun die bahnbrechende Frage im Raum: Können die virtuellen Erfolge auch im realen Kriegsgeschehen standhalten?

Verwirrung stiften statt sich verstecken

Verwirrung stiften statt sich verstecken

Das Kallisto Shield ist kein herkömmlicher Tarnanzug. Es handelt sich um ein System aus modularen Paneelen, die die thermische, radar- und optische Signatur von gepanzerten Fahrzeugen, Artillerie und sogar Radaranlagen verändern. Das Ergebnis: Falsche Ziele, die die KI-gesteuerten Drohnen und Präzisionswaffen des Gegners in die Irre führen sollen. Raúl Álvarez Prieto, Geschäftsführer von Kallisto AI, erklärt: „Wir sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass KI schlechter funktioniert, dass sie Ziele nicht identifizieren kann und sich häufiger irrt.“

Die Technologie ist denkbar einfach und kostengünstig. Die Paneele benötigen keine Energiequelle und senden keine Signale aus. Stattdessen erzeugen sie eine „spektrale Verteidigung“, wie es das Unternehmen nennt – eine Art Mosaik aus verschiedenen Materialien, das Satelliten und Drohnen verwirrt. Jedes Paneel reagiert unterschiedlich auf Sonnenlicht, Wärmebelastung und Sensorwinkel, wodurch die Algorithmen des Feindes mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert werden. „Was wie ein einfaches Mosaik aussieht, ist in Wirklichkeit ein mehrschichtiges Verteidigungssystem, das die Wahrnehmung der Sensoren verzerrt und die automatisierten Klassifikatoren zum Versagen bringt“, so Kallisto AI.

Ein überraschendes Ergebnis: In 30 Prozent der Fälle soll das System dazu führen, dass ein Fahrzeug, das mit dem Kallisto Shield ausgestattet ist, nicht identifiziert wird. Ein beachtliches Ergebnis, das nun in der Ukraine auf die Probe gestellt werden soll. Kallisto AI befindet sich in Verhandlungen mit einem ukrainischen Unternehmen, um dort Prototypen zu fertigen und reale Tests durchzuführen. Die Patente müssen dafür noch erteilt werden.

Der ehemalige Colonel Gómez de Ágreda warnt jedoch: „Es geht nicht darum, eine intelligentere KI zu fürchten, sondern um dumme Menschen, die sie bedienen.“ Ein wichtiger Hinweis, wenn man bedenkt, dass die Technologie in einem Konfliktgebiet eingesetzt werden soll.

Ob die spanische Innovation tatsächlich dazu beitragen kann, den Kriegsverlauf zu beeinflussen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Das Kallisto Shield ist ein Beispiel dafür, wie Technologie genutzt werden kann, um nicht nur zu bekämpfen, sondern auch zu täuschen und zu verwirren. Die Welt der Kriegsführung verändert sich – und spanische Ingenieure scheinen eine Schlüsselrolle dabei zu spielen.