Trump verspricht schutz im ormuz – ölpreise schwanken

Die Spannungen im Persischen Golf verschärfen sich: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die US-Marine könnte Tanker im Ormuz-Strait eskortieren. Die Äußerung kommt inmitten der jüngsten Angriffe auf iranische Ziele und hat die Ölpreise nach Tagen der Volatilität kurzzeitig stabilisiert.

Garantien und marktängste: ein überblick

Garantien und marktängste: ein überblick

Die Ankündigung Trumps, die US-Marine zur Sicherung des Schiffsverkehrs einzusetzen, erfolgte am Dienstag. Er versicherte zudem, die US-amerikanische Export-Kreditgesellschaft (US Ex-Im) solle politische Risikogarantien und Finanzsicherheiten für den maritimen Handel bereitstellen. Der Ormuz-Strait ist ein strategisch wichtiger Schifffahrtsweg, durch den rund ein Fünftel des weltweiten Öltraffics fließt. Die Angst vor einer längeren Eskalation des Konflikts, den Trump selbst mit bis zu einem Monat oder länger einschätzt, belastet die globalen Märkte.

Die Ölpreise reagierten zunächst mit einer leichten Absenkung. Der US-Referenzpreis sank auf 73,94 Dollar pro Barrel, während Brent-Öl um 37 Cent auf 81,03 Dollar fiel. Experten von Mizuho Bank erwarten jedoch, dass die zusätzlichen Versicherungskosten die Preissteigerungen nicht vollständig eindämmen werden – sie könnten zwischen 5 und 15 Dollar pro Barrel zusätzlich kosten.

Doch es gibt auch positive Signale von der US-amerikanischen Wirtschaft. Der ADP-Bericht vom Mittwoch zeichnete ein überraschend starkes Bild des privaten Arbeitsmarktes im Februar. Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze stieg um 63.000 Stellen – deutlich über den Erwartungen. Besonders stark war das Wachstum im Dienstleistungssektor und bei kleinen Unternehmen. Diese Resilienz könnte die US-Notenbank Federal Reserve davon abhalten, die Zinsen schneller zu senken, als bisher angenommen.

Während die US-Wirtschaft widerstandsfähig zeigt, kämpfen andere Regionen mit den Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheit. In Asien beispielsweise erlebten Aktienmärkte wie der Kospi in Südkorea deutliche Einbrüche. Die Angst vor einer globalen Rezession, ausgelöst durch steigende Energiepreise, ist real. Die Frage ist, ob die stabilisierenden Maßnahmen Trumps ausreichen, um die Märkte zu beruhigen – oder ob die Ölpreise doch noch neue Höchststände erreichen.

Die robuste Beschäftigungsentwicklung in den USA steht im Kontrast zu den besorgniserregenden Entwicklungen in Asien. Die Differenz wird sich weiter vergrößern.

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