Usa und linux-foundation präsentieren ocudu-plan für offene 5g-netzarchitekturen

Bei diesem Jahr des Mobile World Congress in Barcelona erwartete man gewöhnlich eine Welle neuer Technologie-Ankündigungen von Unternehmen der Telekommunikationsbranche. Doch diesmal hat das US-Verteidigungsministerium die Schlagzeile ergriffen, indem es gemeinsam mit der Linux Foundation einen ambitionierten Plan zur Transformation der Mobilfunk-Netzarchitekturen vorgestellt hat.

Ocudu: ein software-open-source-stack für offene 5g-netzwerke

Ocudu: ein software-open-source-stack für offene 5g-netzwerke

Der sogenannte OCUDU-Plan (Open Centralized Unit Distributed Unit) zielt darauf ab, die 5g-Infrastruktur zu revolutionieren und den Weg für das 6G-Netz zu ebnen. Grundlage des Konzepts ist ein modulares, auf offener Software aufbauendes Stacks, das auf established Technologies wie Linux, Containern und Cloud-Orchestration aufsetzt.

Der entscheidende Schritt besteht darin, die heute eng miteinander verknüpften Zentral- und verteilten Einheiten der Mobilfunk-Access-Netze (RAN) zu entkoppeln und zu standardisieren. Dies würde es ermöglichen, diese Komponenten unabhängig voneinander zu entwickeln und zu betreiben, ohne auf proprietäre Lösungen von großen Technologie-Unternehmen angewiesen zu sein.

Die Linux Foundation fungiert als neutraler Betreiber und Hüter des OCUDU-Projekts, um eine offene und transparente Governance-Struktur zu garantieren, an der sich Hersteller, Betreiber und unabhängige Entwickler beteiligen können.

Das Engagement des US-Militärs in diesem Bereich erscheint auf den ersten Blick paradox, schließlich gilt das 5g-Netz als kritische Infrastruktur sowohl für die Wirtschaft als auch für die nationale Sicherheit. Doch die USA sehen hier eine Chance, ihre Abhängigkeit von ausländischen Technologie-Anbietern zu reduzieren, insbesondere im Kontext der angespannten globalen Technologie-Rivalität.