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Wall Street Zögert Vor Arbeitsmarktbericht – Europa Im Minus

Die Wall Street zeigte sich am heutigen Tag zögerlich und verzeichnete gemischte Signale. Der Fokus der Anleger liegt klar auf dem Arbeitsmarktbericht der USA, der als wichtigste Referenz für die Märkte in dieser Woche gilt. Lediglich der Nasdaq-Future zeigte sich aufwärtsgerichtet und stieg um 0,4%.

Erwartungen und Vorfeld der Veröffentlichung

Der Dow Jones verlor hingegen 0,07%, während der S&P 500 um 0,05% zulegte, bevor die Börsen eröffneten. Die Unsicherheit ist groß, da die Anleger gespannt auf das wichtige makroökonomische Signal warten. Gestern hatten noch optimistische Anzeichen, insbesondere der deutliche Anstieg des Dow Jones um über 600 Punkte – sein bester Tag seit dem 4. August – die Märkte beflügelt.

Auch in Europa herrscht eine ähnliche Strategie vor: Abwarten und erst nach Bekanntwerden des Arbeitsmarktberichts eine Entscheidung treffen. Allerdings bewegen sich die europäischen Indizes überwiegend im Minus. Besonders schlecht läuft es für den FTSE MIB, der um 0,3% nachgab, gefolgt vom Ibex, der bei 19.943 Punkten um 0,28% verlor.

Asiatische Märkte und die Rolle der Fed

Asiatische Märkte und die Rolle der Fed

In Asien schloss der Kospi in Südkorea mit einem leichten Rückgang, während der Hang Seng Index in Hongkong um 1,8% stieg.

Der Arbeitsmarktbericht – Entscheidend für die US-Wirtschaft

Der Arbeitsmarktbericht – Entscheidend für die US-Wirtschaft

Der Arbeitsmarktbericht für August, der um 14:30 Uhr (spanische Zeit) veröffentlicht wird, wird entscheidend sein, um die Lage der US-Wirtschaft einzuschätzen. Der Reuters-Konsens geht von der Schaffung von 56.000 Arbeitsplätzen aus, was einen deutlichen Umschwung gegenüber dem Verlust von 23.000 Arbeitsplätzen im Juli darstellen würde. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote bei 4,1% liegen wird. Auch die Lohnentwicklung wird genau unter die Lupe genommen. Der Konsens prognostiziert einen Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne um 3,1% im Jahresvergleich, was eine Zehntel weniger als im Vormonat wäre. Im Monatsvergleich wird ein Anstieg auf 0,3% erwartet, gegenüber 0,1% im Vormonat.

Die Veröffentlichung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die nächste Sitzung der US-Notenbank (Federal Reserve) am 16. September viele Fragen offenlässt bezüglich der weiteren Zinspolitik. Allerdings hatten die Äußerungen des Gouverneurs der Federal Reserve, Christopher Waller, gestern zu einer gewissen Entspannung auf den Märkten geführt, der andeutete, dass eine Beibehaltung der aktuellen Zinssätze in der nächsten Sitzung möglich sei.

Expertenmeinungen und mögliche Szenarien

XS.com geht davon aus, dass der Markt ein ausreichend schwaches Ergebnis benötigt, um der Fed einen Grund zu geben, die Zinsen unverändert zu lassen, aber nicht so schwach, dass die Sorge vor einer Rezession verstärkt wird. Auf der anderen Seite würden Zahlen, die den Erwartungen nahekommen und mit einem moderaten Lohnanstieg einhergehen, die idealen Voraussetzungen dafür schaffen, dass der S&P 500 erneut seinen bisherigen Höchststand herausfordert. Interactive Brokers weist darauf hin, dass.