technologie

Zelenski: russland gewinnt milliarden im krieg zwischen usa und israel – und profitiert von waffenstillstand

Kiew, Ukraine – Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag schockierend bekannt gegeben, dass Russland durch den Konflikt zwischen den USA und Israel mit Iran bereits 10 Milliarden Dollar in zwei Wochen verdient hat. Diese Aussage unterstreicht die ökonomischen Auswirkungen des regionalen Konflikts und wirft ein Schlaglicht auf die Fähigkeit Russlands, geopolitische Krisen zu seinem Vorteil zu nutzen.

Russland profitiert vom öl-boom und us-sanktionslockerungen

Selenskyj verweist auf Informationen der ukrainischen Geheimdienste, wonach globale Sanktionen gegen Öl und die ukrainischen Angriffe auf russische Energieinfrastruktur den Devisenverlust Moskaus auf über 100 Milliarden Dollar getilgt haben. „Wir sehen jetzt, dass sie in zwei Wochen des Krieges im Nahen Osten etwa 10 Milliarden Dollar gewonnen haben“, schrieb er auf X (ehemals Twitter). „Das ist wirklich gefährlich. Es gibt Putin mehr Selbstvertrauen, den Krieg fortzusetzen.“ Die Situation um Iran bringe Putin mehr Geld, so Selenskyj.

Die Ölpreise sind seit der „Operation Epic Fury“ der USA und Israel am 28. Februar explodiert. Beide Nationen haben die iranische Energieinfrastruktur massiv angegriffen, die hauptsächlich Rohöl für asiatische Märkte produziert. Iranische Vergeltungsschläge haben zudem Energieanlagen im Nahen Osten beschädigt. Besonders kritisch ist die Behinderung des Schiffsverkehrs im Schollkopf, einer wichtigen Schifffahrtsroute, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Währenddessen profitiert Russland als einer der größten Ölexporteure von den gestiegenen Preisen, obwohl westliche Sanktionen seine Dominanz teilweise einschränken.

Die Trump-Administration kündigte am Freitag zudem eine vorübergehende Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl an, um die weltweite Ölversorgung zu stabilisieren. Diese Maßnahme gilt als ein direkter Vorteil für Russland, da Öl und Gas die Grundlage der russischen Wirtschaft bilden. Im Januar und Februar meldete Moskau Einnahmen von rund 10,2 Milliarden Dollar aus Öl- und Gasverkauf – ein Rückgang von 47 % gegenüber dem Vorjahr unter Berücksichtigung der Wechselkursschwankungen. Die gesamten Einnahmen im selben Zeitraum beliefen sich auf etwa 58,7 Milliarden Dollar, wie das russische Finanzministerium angab.

Selenskyj warnt davor, dass die Sanktionslockerungen Putin „benefiziieren“ würden. Der Staatseinkommen Russlands hängt stark von der Besteuerung der Energieindustrie ab. Die Lockerung der Sanktionen würde dem Kreml zusätzliche finanzielle Ressourcen verschaffen, die er für die Finanzierung des Krieges in der Ukraine nutzen könnte. Es ist ein gefährlicher Kreislauf: Der Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe, was Russland bereichert, und diese Bereicherung ermöglicht es Putin, den Krieg fortzusetzen. Die internationale Gemeinschaft steht vor einer schwierigen Aufgabe, Wege zu finden, die russische Wirtschaft weiter zu schwächen, ohne dabei die globale Energieversorgung zu gefährden.

Die Situation verdeutlicht auf drastische Weise, wie geopolitische Konflikte und Energiepolitik untrennbar miteinander verbunden sind. Und wie schnell sich die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse verschieben können – zu Lasten der Ukraine.