Spanien lockert sozialhilfe: mindestlohn steigt – millionen profitieren

Die spanische Regierung verschärft den Schutz vor Armut und sozialer Ausgrenzung mit dem Ingreso Mínimo Vital (IMV). Die Maßnahme, die seit 2026 mit einer deutlichen Erhöhung der Leistungen einhergeht, soll Haushalten mit geringem Einkommen ein Existenzminimum sichern.

Neue regeln für mehr menschen

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Ab dem 1. Januar 2026 wird der IMV um 11,4 % aufgewertet, was über die Inflation liegt. Dies betrifft insbesondere Alleinstehende und Kernfamilien, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um grundlegende Bedürfnisse zu decken. Die Zahl der Bezieher stieg im Dezember auf 2.441.647 Personen in 799.553 Haushalten, wovon fast eine Million Kinder und Jugendliche waren.

Die Anspruchsvoraussetzungen wurden präzisiert. Junge Menschen zwischen 23 und 29 Jahren, die mindestens zwei Jahre selbstständig gewohnt haben und legal in Spanien leben, können nun ebenfalls profitieren. Eine Ausnahme bildet die Situation von Opfern häuslicher Gewalt oder Personen, die sich in Scheidung befinden. Ältere Menschen über 30 müssen nachweisen, dass sie im Jahr vor der Antragstellung nicht im Haushalt ihrer Eltern lebten. Auch junge Menschen aus Jugendzentren und Frauen, die Opfer von Gewalt oder Menschenhandel geworden sind, haben Anspruch.

Die Sozialbehörden betonen, dass bei unrechtmäßigen Leistungen eine Rückforderung erfolgen wird. Wer Arbeitslosengeld bezieht, muss keine Einkommensteuererklärung abgeben.

Diese Aufstockung des IMV ist ein klarer Schritt, um die soziale Ungleichheit in Spanien zu verringern. Die Regierung setzt damit ein starkes Signal für soziale Gerechtigkeit, das sich in den kommenden Jahren deutlich auswirken wird.