Spaniens regierung plant 200-euro-monatszuschlag pro kind

Spaniens Regierung will eine umfassende Gleichstellung von Eltern durch eine monatliche Kinderzuschlagsrente von 200 Euro erreichen. Die Ministerin für Soziales, Konsum und Agenda 2030, Patricia Bustinduy, hofft, dass diese Maßnahme bald in den Haushaltsplänen verankert wird, womöglich für 2026. Die Zuschlagsrente soll allen Familien mit Kindern bis 18 Jahren zugesprochen werden, um die Kinderarmut in Spanien zu bekämpfen.

Spaniens kinderarmut: eine der höchsten in der eu

Obwohl Spanien eine der größten Wirtschaftsmächte der EU ist, hat es eine der höchsten Kinderarmut-Zahlen im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Laut Angaben des Ministeriums für Soziales leben etwa ein Drittel der spanischen Kinder (29,2%) unterhalb der Armutsgrenze, fast 35 Prozent sind in Risikogebieten für Armut und Ausgrenzung.

Die Regierung plant, diese Zuschlagsrente direkt an die Eltern auszuzahlen, um sicherzustellen, dass auch die am meisten bedürftigen Familien erreicht werden. Es soll auch möglich sein, die Zuschläge mit anderen staatlichen und autonomen Leistungen zu kombinieren.

Eine mögliche lösung?

Eine mögliche lösung?

Bustinduy plant, einen 2-Prozent-Steuer auf große Vermögen von über 100 Millionen Euro in Spanien einzuführen, um die Finanzierung der Maßnahme zu sichern. Laut Schätzungen des Observatoriums für Steuerfragen in der EU könnte dies bis zu 5,2 Milliarden Euro einbringen.

Die Zuschlagsrente ist eine langgeplante Maßnahme der Regierung. Es bleibt abzuwarten, ob sie tatsächlich im kommenden Haushaltsplan verankert wird oder ob es zu Verzögerungen kommt, wie es in der politischen Landschaft Spaniens oft der Fall ist.